Studienlage · Detail
Gemischt
GRADE
Niedrig
203 Zitate
Stichproben = 313 Pat.
DauerJuli 2008 bis März 2009
EndpunktOperationsrate /…
Verblindungn.a.
DesignBeobachtungsstudie (retrospektive Fragebogen-Erhebung)
Cannabinoidvollspektrum
Applikationinhalativ
Kernaussage
Cannabis verbessert subjektive CED-Symptome, ist jedoch bei Morbus Crohn mit höherem Operationsrisiko assoziiert.
Zusammenfassung
Fragebogen-Erhebung bei n=313 IBD-Patienten (University of Calgary 2008–2009); 17.6% nutzten Cannabis spezifisch zur Symptomlinderung. Subjektiv berichtete Verbesserungen: abdominale Schmerzen (83.9%), Krämpfe (76.8%), Gelenkschmerzen (48.2%), Diarrhoe (28.6%). ACHTUNG: Cannabis-Nutzung >6 Monate war starker Prädiktor für Chirurgie bei Morbus Crohn (OR=5.03, 95% CI 1.45–17.46) nach Adjustierung demografischer Faktoren. Kein Prädiktor für Hospitalisierung.
P
PopulationErwachsene mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED; Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), n=313, konsekutiv rekrutiert an der University of Calgary
I
InterventionSelbstverabreichte Cannabisanwendung zur Symptomlinderung bei CED (überwiegend inhalativ, 96,4%)
O
OutcomeCannabis verbesserte subjektiv abdominale Schmerzen (83,9%), Krämpfe (76,8%), Gelenkschmerzen (48,2%) und Diarrhö (28,6%); Cannabis-Anwendung >6 Monate war starker Prädiktor für chirurgische Eingriffe bei Morbus Crohn (OR=5,03; 95%-KI 1,45–17,46)
Vertrauen in die Evidenz
Niedrig
Zweite von vier GRADE-Stufen, die Effektschätzung ist begrenzt verlässlich.
Qualitätsprofil
Größe
★★★★★
Verblindung
—
Effektstärke
Gemischt
Zitate / Jahr
★★★★★
Autoren
DOI
10.1097/01.mib.0000440982.79036.d6↗
Design: Beobachtungsstudie (retrospektive Fragebogen-Erhebung)
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