Wie diese Inhalte entstehen
mechoulam ist ein Informationsangebot, das veröffentlichte wissenschaftliche Primärliteratur zu Cannabis als Medizin auswertet und in strukturierten deutschen Zusammenfassungen aufbereitet. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und Bildung. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
Die Auswertung folgt einem festen, mehrstufigen Verfahren. Die folgenden Abschnitte beschreiben es von der Quelle bis zur menschlich freigegebenen Aussage.
1. Primärliteratur und Korpus
Grundlage ist veröffentlichte wissenschaftliche Primärliteratur: Originalstudien und kontrollierte klinische Studien, systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen. Übersichtsarbeiten und Metaanalysen, die viele Einzelstudien bündeln, wiegen dabei schwerer als eine einzelne kleine Studie. Nicht begutachtete Quellen, Erfahrungsberichte und Herstellerangaben fließen nicht ein.
Derzeit umfasst die Sammlung über 1.100 ausgewertete Studien. Für die Auswertung werden die Texte in viele tausend einzelne Textabschnitte zerlegt und nach Bedeutung erschlossen. Jeder Abschnitt ist der DOI der Originalarbeit zugeordnet, der weltweit eindeutigen Kennnummer einer wissenschaftlichen Veröffentlichung.
2. Semantische Suche
Für jede medizinische Fragestellung wird zunächst eine Auswahl relevanter Textabschnitte ermittelt. Dazu werden die Fragestellung und ihre medizinische Fachterminologie in semantische Vektoren überführt, also in eine zahlenmäßige Darstellung ihrer Bedeutung, und mit dem gesamten Korpus verglichen. Diese bedeutungsbasierte Suche erfasst auch sinngleiche Formulierungen und findet so zu einer deutschsprachigen Frage passende Stellen in englischsprachigen Studien. Die gefundenen Abschnitte werden anschließend nach inhaltlicher Relevanz neu geordnet. Nur die treffendsten gelangen in den nächsten Schritt.
3. Bewertung und Evidenzeinstufung
Aus den relevanten Textabschnitten werden die tragenden Studienmerkmale herausgelesen: die untersuchte Personengruppe, die Intervention, der Vergleich und die Endpunkte, das sogenannte PICO-Schema der evidenzbasierten Medizin. Auf dieser Grundlage wird die Belastbarkeit der Evidenz nach etablierten wissenschaftlichen Rahmenwerken eingestuft, darunter GRADE und die Oxford-Evidenzgrade. Jeder Eintrag erhält zusätzlich eine Kategorie von S bis D, die auf einen Blick zeigt, wie stark die Studienlage zu einer Aussage ist, von hochwertigen kontrollierten Studien bis zu vorläufigen Hinweisen.
4. Belegbindung
Jede Aussage in einem Evidenzbericht führt auf einen konkreten Textabschnitt einer zitierten Studie zurück. Über die zugeordnete DOI ist jeder Abschnitt mit seiner Originalarbeit verknüpft. So lässt sich jede Aussage bis zu der Textstelle zurückverfolgen, auf der sie beruht. Anders als bei einer frei antwortenden Chat-Anwendung ist jede Aussage an eine konkrete, zitierte Quelle gebunden, statt frei formuliert zu werden.
5. Die drei Stufen der Belegprüfung
Bei der Belegprüfung wird die formulierte Aussage mit dem zugeordneten Textabschnitt abgeglichen. Wir unterscheiden drei Stufen:
- Eine Aussage gilt als belegt durch Studien, wenn der Textabschnitt sie direkt und nachvollziehbar stützt.
- Sie gilt als teilweise belegt durch Studien, wenn der Abschnitt die Richtung der Aussage stützt, aber nicht jede Einzelheit, etwa die genaue Zahl.
- Sie gilt als nicht belegt durch Studien, wenn der Abschnitt die Aussage nicht stützt oder ihr widerspricht.
Bezieht sich eine Aussage auf eine Studie, deren Text uns nicht zur Prüfung zugänglich ist, ist ein solcher Abgleich nicht möglich. Solche Aussagen werden als nicht verifizierbar gekennzeichnet.
6. Menschliche Freigabe
Vor der Veröffentlichung durchläuft jeder Eintrag eine Konfidenzprüfung und wird von einem Menschen gesichtet. Einträge mit hoher Konfidenz werden nach dieser Prüfung veröffentlicht. Einträge mit mittlerer Konfidenz verbleiben als interne Entwürfe, bis sie geprüft sind. Einträge mit niedriger Konfidenz werden nicht aufgenommen.
7. Was diese Auswertung nicht leisten kann
Was diese Auswertung nicht leisten kann. Die hier aufbereiteten Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung und stellen keine Therapieempfehlung dar. Bezieht sich eine Aussage auf eine Studie, deren Text uns nicht zur Prüfung zugänglich ist, können wir sie nicht gegenprüfen. Solche Aussagen kennzeichnen wir ausdrücklich als nicht verifizierbar. Die dargestellte Evidenzlage spiegelt den Stand der veröffentlichten Forschung wider, mit allen Lücken, die darin bestehen. Behandlungsentscheidungen sind immer mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen.
8. KI-Offenlegung (EU AI Act Art. 50)
Diese Evidenzberichte und Studienbewertungen werden KI-gestützt aus veröffentlichten Studien erstellt und von einem Menschen geprüft. Die rechtliche Offenlegung finden Sie in den Nutzungsbedingungen unter Offenlegung künstlicher Intelligenz.